netzeitung.deBerlins WM-Beauftragter ist tot

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Fanmeile vor dem Brandenburger Tor in Berlin (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Fanmeile vor dem Brandenburger Tor in Berlin
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Der Berliner Beauftragte für die Fußball-WM ist gestorben. Er erlag den Folgen eines Selbstmordversuchs.

Jürgen Kießling, der Berliner Beauftragte für die Fußball-WM, ist tot. Das teilte eine Sprecherin der Charité im Virchow-Klinikum mit. Der 65-Jährige hatte sich in der Nacht zum Montag unmittelbar nach dem WM-Finale in den Kopf geschossen.

Kießling war auch Sprecher der zwölf deutschen WM-Städte. Die Hintergründe seines Selbstmords sind nicht geklärt. Sein Sohn Timo hatte am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit Schulsenator Klaus Böger (SPD) gesagt, es handele sich «um eine persönliche Entscheidung meines Vaters». Hinweise auf ein Motiv gab er nicht. Der Sohn bat die Öffentlichkeit, von «weiteren Anfragen an meine Familie und von weiteren Spekulationen abzusehen».
«Vater» der Fanmeile
Kießling hatte sich kurz nach dem WM-Finale auf dem Grundstück seines Hauses in Berlin-Reinickendorf eine Kugel in den Kopf geschossen. Er hinterlegte nach Angaben der Polizei zwei Abschiedsbriefe, über deren Inhalt keine Angaben gemacht wurden. Neben seinem erwachsenen Sohn hinterlässt er eine 15-jährige Tochter.

Kießling, der zu Beginn der 90er Jahre auch an der Olympiabewerbung um die Spiele 2000 beteiligt gewesen war, galt in der Hauptstadt als «Mr. WM» und «Vater» der Fanmeile auf der Straße des 17. Juni.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zeigte sich von seinem Tod geschockt. Er habe die Zusammenarbeit mit Kießling, den er seit Jahrzehnten kannte, «immer sehr geschätzt». Sein Selbstmord sei eine «menschliche Tragödie». (nz)