Kießling hatte sich kurz nach dem WM-Finale auf dem Grundstück seines Hauses in Berlin-Reinickendorf eine Kugel in den Kopf geschossen. Er hinterlegte nach Angaben der Polizei zwei Abschiedsbriefe, über deren Inhalt keine Angaben gemacht wurden. Neben seinem erwachsenen Sohn hinterlässt er eine 15-jährige Tochter.Kießling, der zu Beginn der 90er Jahre auch an der Olympiabewerbung um die Spiele 2000 beteiligt gewesen war, galt in der Hauptstadt als «Mr. WM» und «Vater» der Fanmeile auf der Straße des 17. Juni.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zeigte sich von seinem Tod geschockt. Er habe die Zusammenarbeit mit Kießling, den er seit Jahrzehnten kannte, «immer sehr geschätzt». Sein Selbstmord sei eine «menschliche Tragödie». (nz)