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Unwetter legt Berlin lahm : 

Unwetter verhindert WM-Konzert in Berlin

07. Jul 2006 22:00
Zuschauer kurz vor der Absage des WM-Abschlusskonzerts
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Gewitter, Sturmböen und Hagel haben das Leben in der Hauptstadt am Freitagabend zum Erliegen gebracht. Die große WM-Feier wurde abgesagt. In Brandenburg gab es einen Toten. Auch andere Bundesländer waren betroffen.

Ein schweres Unwetter mit Sturmböen hat in Brandenburg ein Todesopfer gefordert. Laut einem Arzt könnte der 47-jährige Mann von einem Blitz getroffen worden sein. Die Todesursache stehe aber noch nicht fest. Der Mann war leblos im Freien in Eichwalde im Kreis Dahme-Spreewald gefunden worden.

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Wegen Sturzregen und orkanartigen Windböen musste auch die große WM-Feier auf der Berliner Fanmeile abgesagt werden. Bei der Show mit dem Titel «Fußball für eine bessere Welt - von Deutschland nach Südafrika» hätte die Sicherheit der Zuschauer nicht gewährleistet werden können, teilte die Fifa mit. Auf der Bühne am Brandenburger Tor sollten unter anderen Xavier Naidoo, Wir sind Helden, Die Fantastischen Vier, Ivete Sangalo und Sean Paul auftreten. Die Show sollte in mehr als 120 Länder übertragen werden.

Das Unwetter beeinträchtigte auch die Vorbereitungen der italienischen Mannschaft auf das WM-Finale. Man werde am Samstag nicht wie vorgesehen im durchnässten Berliner Olympiastadion, sondern im Mannschaftsquartier in Duisburg trainieren, teilte ein Sprecher mit.

Blitz schlug in Fußballfeld

Gewittertief «Ramona» betraf auch Schleswig-Holstein und Hamburg sowie Süddeutschland und Österreich. In Stuttgart schlug ein Blitz in einen Bauzaun ein und verletzte eine 22-Jährige schwer, die gerade das Zauntor berührte. Zudem verursachte hier ein Blitzschlag in einem Stellwerk der Bahn Behinderungen im Schienenverkehr. In Sachsen wurde ein 47-jähriger Smart-Fahrer schwer verletzt, als ein Lastwagen auf einer überfluteten Autobahn in sein Auto raste.

Teile der nordhessischen Stadt Korbach wurden nach einem Wolkenbruch überflutet, wie die Polizei mitteilte. Etliche Tiefgaragen liefen voll Wasser. 39 Autos wurden beschädigt.

Überschwemmte Straße in Berlin
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In Hamburg wurden neun Fußballspieler vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, nachdem ein Blitz auf dem Sportfeld einschlug, auf dem sie gerade trainierten. Laut Feuerwehr wurde niemand verletzt, ein Spieler hatte aber ein leichtes Kribbeln gespürt. Insgesamt musste die Feuerwehr in Hamburg zu 40 Einsätzen ausrücken.

30 Liter Regen pro Quadratmeter

In Schleswig-Holstein hielt schwerer Gewitterregen die Einsatzkräfte besonders in der Region um Kiel in Atem. «Unsere Leute in der Landeshauptstadt und im nördlichen Umland mussten rund 50 Mal ausrücken, um Keller leer zu pumpen», sagte ein Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes.

Im österreichischen Bundesland Salzburg fielen während des Gewitters Regenmengen bis 30 Liter pro Quadratmeter, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete. Die Folge waren zahlreiche Überschwemmungen. (nz)

 
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