Überflutete Straßen und entwurzelte Bäume hielten auch in Bayern die Feuerwehren in Atem. Allein im Raum Würzburg fiel in einer Stunde so viel Regen wie sonst in einem halben Monat, wie der Wetterdienst Meteomedia feststellte. In Giebelstadt brannte eine Scheune bis auf die Grundmauern nieder, nachdem ein Blitz eingeschlagen hatte. Der Schaden wurde auf 40.000 Euro geschätzt.In der Schweiz mussten nach Unwettern am Mittwochabend ebenfalls umgestürzte Bäume geräumt und überschwemmte Keller ausgepumpt werden. Allein der Hagel richtete nach Versicherungsangaben Schäden von etwa drei Millionen Franken (fast zwei Millionen Euro) an, weil er Teile der Getreide- und Obsternte zerstörte. Die Gewitter hatten auf der gesamten Alpennordseite, im Wallis und im Tessin gewütet. In Gondiswil im Kanton Bern brannte ein Bauernhaus nach einem Blitzschlag nieder.
Unwetter gab es auch in Griechenland: Ein Sturm mit Geschwindigkeiten bis zu etwa 100 Stundenkilometern legte am Donnerstag den Fährverkehr in der gesamten Ägäis lahm. Viele Urlauber saßen in den Häfen fest. Für die Jahreszeit herrschen derzeit zudem ungewöhnlich niedrige Temperaturen: In der Hauptstadt Athen wurden 24 Grad gemessen. (nz)