05. Jul 2006 19:33
Wegen der vielen weiblichen Fans ist die Fußball-WM bislang ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Davon ist ein Sportsoziologe überzeugt. Die Frauen hätten sogar den gesamten Fußball verändert, sagt er.
In den Fanmeilen stellten die Frauen fast die Hälfte der Zuschauer. «Das hat selbstredend Auswirkungen auf die Stimmung», sagte Klein. Der mäßigende weibliche Einfluss sei spätestens seit der gemeinsamen Erziehung von Jungen und Mädchen in der Schule bekannt. «Das hat damals zu einem enormen Rückgang von Gewalt und Vandalismus in den Einrichtungen geführt.»Das verstärkte Interesse der Frauen an Fußball habe auch den Sport selbst verändert, glaubt Klein: «Die Männer achten mehr auf das kämpferische Verhalten ihrer Stars, die Frauen mehr auf das schöne Spiel und die Inszenierung.» Viele Profis mit ihren Werbepartnern hätten diesen Markt bereits erkannt und entsprechend reagiert, sagte der Soziologe mit Blick etwa auf den Engländer David Beckham. «Die Frauen lassen sich nicht mehr aus dem Fußballsport herausdrängen - weder als aktive Spielerinnen noch als Zuschauerinnen», meint Klein. (nz)