In den Bereichen Villingen-Schwenningen, Trossingen und Deißlingen gingen laut Polizei über einen Zeitraum von 20 Minuten tennisballgroße Hagelgeschosse nieder, die Hunderte Autos und Dächer zum Teil schwer beschädigten. «Bei vielen Autos ist mit Totalschaden zu rechnen», sagte Landesbranddirektor Hermann Schröder.Allein auf der A81 mussten 50 zum Teil schrottreife Personen- und Lastwagen abgeschleppt werden. Um die zum Teil einen halben Meter hohen Hagelmassen zu beseitigen, wurden Schneepflüge eingesetzt. Viele Straßen waren überflutet und mussten gesperrt werden. Große Schäden entstanden in Kellern und an Dächern, auch viele Bäume stürzten um.
Auch im Landkreis Rottweil wütete das Unwetter. Im Industriegebiet in Deißlingen wurde alle Firmengebäude derart beschädigt, dass viele unter Wasser standen. Bei einer Großgärtnerei wurden sämtliche Gewächshäuser zerschlagen, bei anderen Betrieben wurden etwa 150 Pkw, 80 Wohnanhänger und Wohnmobile, bei einem Bauunternehmer 80 Laster stark beschädigt. Allein in diesem Bereich entstand Sachschaden in zweistelliger Millionenhöhe. Neben der Polizei war ein Großaufgebot des Technischen Hilfswerkes, von Rettungsdiensten und 2000 Feuerwehrleuten in ganz Baden-Württemberg im Einsatz.(nz)