Die ältere Tochter hatte ihrem Vater erst 1993 von dem Missbrauch erzählt, als er ihre Liebe zu einem Deutschen ablehnte und seinen sechs Jahre älteren Freund als seine «Stütze» pries. Er habe ihr zunächst nicht geglaubt, mit ihr und ihrer Schwester nie mehr darüber gesprochen und den Freund nicht zur Rede gestellt, sagte die Tochter.Laut dem vorsitzenden Richter beschloss der Angeklagte seinen früheren Freund zu ermorden, da er Angst um sein Ansehen hatte, «wenn bekannt würde, dass er jahrelang nichts unternommen hat». Er habe heimtückisch und aus niederen Beweggründen getötet. Dafür habe gesprochen, dass der Angeklagte «soziokulturell angepasst» sei, nachdem er 30 Jahre in Deutschland gelebt hatte, sagte der Richter. «Dem Angeklagten ging es nicht um seine Töchter, sondern nur um sich selbst», sagte er. «Seinem Stolz opferte er das Glück seiner Familie und das Leben seines Freundes.» (nz)