26.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Als die Gerichtsvollzieherin vor der Tür stand, stürzte sich eine Mutter aus dem achten Stock. Ihr Kind wurde tot in der Wohnung gefunden.
Kurz vor der Zwangsräumung ihrer Wohnung hat sich eine Frau aus Taufkirchen bei München umgebracht und zuvor vermutlich auch ihr Kind getötet. Die Frau sei am Montagmorgen aus dem achten Stock eines Hochhauses gesprungen, nachdem eine Gerichtsvollzieherin bei ihr klingelte, sagte eine Sprecherin der Münchner Polizei.
Polizisten fanden später in der Wohnung die Leiche des dreijährigen Sohnes. Wie der Junge ums Leben kam, soll eine Obduktion zeigen.
Feuerwehr kam zu spätWie die Polizeisprecherin weiter sagte, ging kurz vor acht Uhr ein Notruf ein, eine Frau wolle sich das Leben nehmen. Vor Ort sprachen die Beamten mit der 39-Jährigen, die auf einem Balkon im achten Stock stand.
Die Frau ließ sich jedoch weder durch die Polizisten, noch durch einen Nachbar und eine Bekannte von ihrem Vorhaben abbringen und sprang um 8:25 Uhr in die Tiefe, sagte die Sprecherin. Die Feuerwehr habe zu diesem Zeitpunkt gerade ein Sprungtuch ausbreiten wollen. (nz)