22.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Braunbär
Foto: dpa/lhe
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nur noch kurze Zeit hat Bär «Bruno» die Chance, lebend gefangen zu werden. Dann könnte er in Österreich zum Abschuss freigegeben werden.
Am Montag entscheidet die österreichische Regierung, was mit Braunbär «Bruno» geschehen soll. Eine Option sei, den Bären zum Abschuss freizugeben, sagte der Sprecher der Tiroler Landesregierung, Thomas Schönherr.
Montag reisen die finnischen Jäger mit ihren speziell ausgebildeten Bärenhunden wieder ab. Am Mittwoch hatten sie «Bruno» oder «JJ1» wie der Bär offiziell heißt, aufgespürt. Der Bär konnte jedoch entkommen. Bislang gibt es keine neue Spur.
Abschuss in Bayern bereits erteiltBayern hat den Jägern inzwischen eine allgemeine Abschussgenehmigung erteilt, falls eine Betäubung fehlschlägt. Der Bär solle auf jeden Fall erlegt werden, kündigte Umweltminister Werner Schnappauf am Mittwoch an. «Das erste Stellen des Bären soll von Erfolg gekrönt sein». Das Risiko, dass der Bär Menschen gefährlich werden könne, habe in den vergangenen Tagen zugenommen.
«Das Unfallrisiko steigt mit jedem Auftritt des Bären, weil er merkt, dass er in den Siedlungsräumen Honig bekommt, Hühner, Schafe und Ziegen die Schlachtplatte ist angerichtet», so Schnappauf. «Bruno» war in den vergangenen Wochen durch die Ferienorte Kochel und Kreuth gelaufen. (nz)