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Braunbär «JJ1» entwischt Jägern erneut knapp

21. Jun 2006 19:59, ergänzt 23:06
Ein Braunbär
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Ein Radiosender meldete bereits, dass der seit Wochen im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet umherlaufende Bär ergriffen wurde. Tatsächlich gelang es den Jägern, ihn zu stellen - doch «JJ1» entkam abermals.

Braunbär «Bruno» ist wieder einmal entwischt: Die finnischen Bärenjäger, die seit Tagen im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet nach seinen Spuren suchen, hatten ihn mit ihren Suchhunden am Mittwoch in Tirol unweit des Achensees gestellt, sagte die Sprecherin der Umweltorganisation WWF, Susanne Grof, am Mittwochabend.

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Doch der Bär entkam, bestätigte Grof einen Bericht des «Bayerischen
Rundfunks». Dem Bericht zufolge stießen die Jäger auf «Bruno» in einer Steilwand in der Nähe von Brandenberg. Auch ein Tierarzt sei mit einem Betäubungsgewehr anwesend gewesen. Wie der Sender dann berichtete, kamen die Jäger um 19.30 Uhr von der Jagd zurück, ohne einen Kommentar abzugeben. Der ortsansässiger Jäger habe aber berichtet, «Bruno» sei ihnen entkommen.

Laut Grof bleib ein Teil von ihnen an der Stelle, an dem sie das Tier gestellt hatten. Erst vergangenes Wochenende war der Bär nur knapp im Dunkeln davon gekommen, als ihn einer der finnischen Suchhunde nahe Lenggries in Oberbayern erstmals gestellt hatte. «Bruno» war laut Zeugenaussagen zuletzt tatsächlich in der Nähe des österreichischen Sees aufgetaucht.

Jäger nur bis zum Wochenende engagiert

Doch obwohl die Zeugen ihn in der Nacht zum Mittwoch erneut aus nächster Nähe beobachtet haben wollen, gelang es den finnischen Bärenjägern nicht, seine Fährte aufzunehmen. Die Bärenjäger sind vorerst nur noch bis zum Wochenende zum Aufspüren und Einfangen von «Bruno» engagiert.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur APA lief der Bär mit einem Abstand von zirka vier Metern um 1.06 Uhr an einem Tiroler in Maurach am Achensee vorbei. Danach habe sich das Tier laut Polizei ein «kühles Bad» im See gegönnt. Aus dem Bezirk Kufstein wurde außerdem ein geplünderter Hühnerstall gemeldet. Der Sprecher des Landes Tirol, Thomas Schoenherr, sprach am Abend von einer konkreten Spur und der Chance, den Bären zu fangen. (nz)

 
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