14. Jun 2006 19:55
Rund 100 Menschen sind in der Demokratischen Republik Kongo an der Pest gestorben. Hilfsorganisationen untersuchen das Gebiet, in dem die Infektionskrankheit ausgebrochen ist.
Ein Team der WHO und Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen und des kongolesischen Gesundheitsministeriums seien im Bezirk Ituri im Nordosten des Landes eingetroffen, wo es 19 Tote gegeben habe. Jährlich würden dort etwa 1000 Pest-Fälle registriert. Bei den jetzigen Erkrankungen handele es sich zumeist um Fälle von Lungenpest, schreibt die WHO. Es gebe aber auch Berichte über Patienten mit Beulenpest. Deren Zahl sei unbekannt.
Laut Berichten der britischen BBC würden die Patienten isoliert. Es sei dennoch schwierig, die Verbreitung der Krankheit zu kontrollieren, da wegen der Sicherheitslage in der Region vielleicht nicht alle Betroffenen erreicht werden können. Diese Form der Pest wird meist durch Flöhe übertragen. Sie kann mit Antibiotika behandelt werden. Ohne entsprechende Medikamente ist die Gefahr, daran zu sterben, hoch. (nz)