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Auf Wasserskiern hinterm Kreuzfahrtschiff

12. Jun 2006 16:12
Der Wasserski-Versuch
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Eine Zuschauerin der ARD-Sendung «Kopfball» wollte wissen, ob auch ein riesiges Schiff einen Wasserskifahrer ziehen kann. Ein Reporter und der Regisseur der Sendung machten einen Selbstversuch.

Wasserskifahren hinter einem Kreuzfahrtschiff - das geht. In einem Experiment bewies der Regisseur der ARD-Sendung «Kopfball», dass auch ein so großes Schiff wie die «MS Deutschland» in der Lage ist, einen Wasserskifahrer hinter sich her zu ziehen.

Eine Zuschauerin aus Hamburg hatte «Kopfball» die Frage stellt. Regisseur Dirk Gion beantwortete sie am Montag im Selbstversuch. Mit einer Geschwindigkeit von rund 28 Stundenkilometern war der Wasserskifahrer kurz nach Sonnenaufgang fünf Minuten lang hinter dem Kreuzfahrtschiff auf der Ostsee bei Kiel hergefahren.

«Unseres Wissens hat das noch keiner geschafft», sagte Gion. Nur bei einem Kriegsschiff habe es eine vergleichbare Aktion gegeben.

Zwei Boote der Wasserwacht und ein Helikopter begleiteten das Team und sicherten es ab. Zum Konzept von «Kopfball» gehört, dass keine Stuntmen, sondern echte Moderatoren im Einsatz sind. Die Zuschauerfrage stammte von einer 27 Jahre alten Hamburgerin. «Kopfball»-Reporter Klas Bömecke sagte: «Jetzt wissen wir: Ein Laie kann das nicht, ein echter Profi schon.» Das Experiment wird am 3. September ausgestrahlt.

Demnächst will das «Kopfball»-Team eine afrikanische Wüste durchwandern. Der Wasserski-Versuch gelang am Montag erst im vierten Anlauf. Eigentlich hatte sich Bömecke (33) auf den Stunt vorbereitet, gab aber nach drei zum Teil sehr knappen Fehlversuchen an den geübten Extremsportler Gion (40) ab. «Ich hatte mich an einer Wasserski- Anlage vorbereitet», sagte Bömecke. «Aber das war ungefähr so wie auf dem Ponyhof zu üben und dann Rodeo zu reiten.»

Die Hauptschwierigkeit sei, dass ein Kreuzfahrtschiff im Gegensatz zu kleinen Motorbooten nur sehr langsam beschleunigt: Der Wasserski-Fahrer versinkt vor dem Anfahren. «Man könnte genau so gut hinter einem U-Boot fahren.» Daher mussten die Versuchspersonen mit einem kleinen Boot Anlauf nehmen und während der Fahrt an die Leine der «MS Deutschland» wechseln. (nz)

 
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