04. Jun 2006 19:09
Erst bezwang er mit Beinprothesen den Everest, dann geriet er in scharfe Kritik. Doch der Brite Inglis wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe einen Bergsteiger beim Aufstieg sterbend zurückgelassen.
Der 47-Jährige gehörte zu einer Gruppe von mindestens 40 Menschen, die dem an Sauerstoffmangel leidenden David Sharp begegneten. «Ich bereue absolut nichts», sagte Inglis, der am 15. Mai als erster beidseitig Beinamputierter den Everest bezwang und sich nun wegen Erfrierungen auch noch einige Finger amputieren lassen muss. Ein Sherpa aus seiner Gruppe habe Sharp Sauerstoff gegeben, bevor die Gruppe an ihm vorbei zum höchsten Gipfel der Erde gezogen sei. Zu den Kritikern von Inglis gehörte auch Erstbesteiger Edmund Hillary. Er erklärte, er hätte seine Pioniermission im Mai 1953 sofort abgebrochen, um einem Kameraden zu helfen. (nz)