25. Apr 2006 13:08
20.000 Euro Bußgeld sollte ein Online-Hotelier nach Willen eines niederländischen Bürgermeisters zahlen, weil das Unternehmen Schafe als Werbeträger an einer Schnellstraße benutzte. Die Firma reagierte überraschend.
Schafe als Werbungsträger könnten für eine niederländische Firma teuer werden. Das Unternehmen Hotels.nl zog den Tieren blauen Decken mit Firmen-Logo und -Namen über und platzierte sie am Straßenrand. Ein Bürgermeister sah darin einen Verstoß gegen das Werbeverbot und verhängte ein Bußgeld.Bis zu 20.000 Euro Strafe hatte Bert Kuiper, Bürgermeister des Örtchens Joure am Ijsselmeer, dem Unternehmen angedroht, sollten die Werbeschafe nicht verschwinden. Als das Unternehmen das Bußgeld von 1000 Euro pro Tag bezahle und seine Bereitschaft verkündete, das auch weiterhin zu tun, setzte er die Strafe auf bis zu 50.000 Euro hinauf. Das Unternehmen reagierte, indem es die Zahl der Schafe von zwölf auf 60 erhöhte.
Die ersten Werbeträger gehörten noch örtlichen Bauern, die sich die Zweckentfremdung ihrer Tiere bezahlen ließen. Die neuen Schafe stammen von dem niederländischen Schafevermieter Rent-a-Sheep, spezialisiert auf derartige Aktionen. Hotels.nl nutzt Schafe entlang Autobahnen bei Amsterdam, Leiden, Groningen und Den Haag als Werbeträger.
Bürgermeister Kuiper begründete seinen Einsatz damit, dass die Schafe gegen die Gemeinderegel verstießen, wonach Werbung an Schnellstraßen verboten sei. Nach einem Rekordumsatz vor Ostern zeigen sich die Online-Hoteliers versöhnlich. «Bürgermeister Kuiper hat uns viel Aufmerksamkeit verschafft, dafür sind wir ihm sehr dankbar», sagte ein Unternehmenssprecher. «Wir wollen die Sache aber nicht auf die Spitze treiben.» (nz)