20. Apr 2006 09:33
Der Priester kannte die Frau schon, seit sie 13 war. Später hatte er mit ihr eine Liebesbeziehung. Nun ist sie tot - erwürgt, als sie den Geliebten schwanger um Geld bat.
Ein katholischer Priester aus Mexiko hat seine schwangere Geliebte nach der Ostermesse getötet und ihre Leiche zerstückelt. Der 42-Jährige habe die Tat gestanden, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Demnach gab er folgenden Tathergang zu: Seine 20 Jahre jüngere Geliebte kam Ostern zu ihm ins Pfarrhaus am Rand der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Dann berichtete sie ihm von ihrer Schwangerschaft. Sie habe ihn um Geld gebeten, sagte der Priester. Im anschließenden Streit habe er sie erwürgt.
Staatsanwalt Abdel Villicana sagte, laut der Mutter habe die Tochter den Priester kennen gelernt, als sie 13 Jahre alt war. Die beiden hätten seit Jahren eine Beziehung gehabt und hätten bereits eine gemeinsame Tochter im Alter von 18 Monaten. Unklar blieb, ob der Priester auch der Vater des zweiten Kindes ist.
Der Mann zerstückelte nach eigenen Angaben schließlich die Leiche mit einem Messer und warf die Stücke in Tüten gepackt in der Nähe eines Friedhofs weg. In der Gegend waren in der Zeit davor die Leichen von fünf anderen Frauen gefunden worden, so dass Spekulationen über einen Serientäter aufkamen.
Der Staatsanwalt sagte jedoch, die Aussagen von Familienmitgliedern und Beweisstücke hätten zu der Festnahme des Priesters geführt. (nz)