netzeitung.deAlien-Autopsie war eine Täuschung

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Auch nicht echt: Ein Alien in Tim Burtons 'Mars Attacks' (Foto: promo<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Auch nicht echt: Ein Alien in Tim Burtons 'Mars Attacks'
Foto: promo
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Vor zehn Jahren sorgten spektakuläre Aufnahmen einer Alien-Autopsie in den Medien für Aufruhr. Jetzt gab ein Brite zu, die Leichen der Außerirdischen für den Film angefertigt zu haben.

Mehrere Millionen Menschen hatte vor zehn Jahren die erste offizielle Obduktion eines Aliens im Fernsehen verfolgt. Angeblich handelte es sich um Originalaufnahmen aus dem Jahr 1947, die in einer geheimen Militäranlage in Roswell im US-Staat New Mexiko entstanden sein sollten. Tatsächlich sei der Schwarz-Weiß-Film jedoch in Großbritannien gedreht worden, wie die britische Tageszeitung «Manchester Evening Standard» berichtete.

Nach zehn Jahre traute sich der Brite John Humphreys, Experte für Spezialeffekte, endlich an die Öffentlichkeit. Er gab zu, die Aliens für das Autopsie-Video hergestellt zu haben, hieß es. Nach eigenen Angaben arbeitete er vier Wochen an den Latex-Körpern der Außerirdischen. Innereien von Schafen und Hühnern hätten den Plaste-Figuren schließlich die nötige Authentizität verliehen, berichtete die «Bild». Darüber hinaus habe er auch schauspielerisch in dem Film mitgewirkt und selbst das Skalpell geführt.

Stümperhafte Aotopsie
Seit der Veröffentlichung des Films 1996 hatten Wissenschaftler immer wieder Zweifel an der Authentizität der Aufnahmen geäußert. Als Hauptargument hatten die Experten die stümperhafte Durchführung der Autopsie angeführt.

Neben Humphreys nicht gerade überzeugenden Rolle als Alien-Chirurg gehörte die Erfindung des virtuelle TV-Moderator «Max Headroom», Hauptfigur der gleichnamigen Fernsehserie, zu seinen erfolgreichsten Fernseh-Coups.(nz)