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Randale beim Frankfurter Opernball

26. Feb 2006 13:35
Die Frankfurter Oper
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Weitgehend unbehelligt von Protesten haben etwa 2300 Gäste auf dem Frankfurter Opernball gefeiert. In der Innenstadt wurden jedoch Scheiben eingeschlagen und Autos beschädigt.

Für die einen war der Frankfurter Opernball ein Grund zum Feiern, für die anderen war er ein Anlass zu Protesten. Während die etwa 2300 Gäste von den Protesten weitgehend unbehelligt blieben, wurden bei Protesten in der Innenstadt zahlreiche Autos beschädigt und 15 Randalierer festgenommen.

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Bereits am Samstagnachmittag waren knapp 500 Menschen in einer genehmigten Demonstration vom Hauptbahnhof zur Alten Oper gezogen. Das Motto des Protestzugs lautete «Gegen den Opernball 2006 - Luxus für Alle».

Entgegen ersten Meldungen sei es bereits zu Beginn zu Auseinandersetzungen gekommen, berichtete die Polizei. Dabei hätten Demonstranten auf Polizisten eingeschlagen und sie getreten. Die Beamten hätten sich mit Pfefferspray gewehrt.

Roland Koch und seine Frau Anke
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Nach der Abschlusskundgebung warfen einige Demonstraten innerhalb von nur 15 Minuten zahlreiche Schaufensterscheiben in der Innenstadt ein, zündeten Mülltonnen an und beschädigten Autos, teilte die Polizei mit.

Petra Roth und Roberto Blanco
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Die Randalierer hätten auch versucht, die Absperrgitter am Opernplatz zu überklettern und Feuerwerkskörper auf die Polizisten geworfen. Verletzt wurde nach Erkenntnissen der Polizei niemand. Zu der Höhe des Schadens gab es zunächst keine Angaben. Alle Festgenommenen waren am Sonntagvormittag wieder auf freiem Fuß.

Prominente aus Show, Politik, Film und Musik feierten unterdessen in der Alten Oper bis zum frühen Sonntagmorgen. Unter den Ballbesuchern waren etwa Regisseur Dieter Wedel und zahlreiche Schauspieler wie Jutta Speidel, Gudrun Landgrebe und Mark Keller.

Maike Richter und Helmut Kohl
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Altbundeskanzler Helmut Kohl, der auch Schirmherr der Veranstaltung war, nahm gegenüber von Hessens Ministerpräsident Roland Koch Platz. Auch Verteidigungsminister Franz Josef Jung und Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth saßen am selben Tisch.

Der Ball stand unter dem Motto «Let's enjoy», der Erlös war für die Hannelore-Kohl-Stiftung zur Bekämpfung von ZNS-Krankheiten bestimmt.

Die Polizei hatte den Opernplatz weiträumig abgesperrt und mehrere Hundertschaften eingesetzt. Die prominenten Gäste bekamen von all dem fast nichts mit. Nur einige Gäste seien verbal angegriffen worden, hieß es. (nz)

 
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