Bayerischer Wirt verbietet «Tschüß»
26.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Von dem Verbot seien aber nur Einheimische betroffen, sagte Triebel am Donnerstag. Bei Nichtbayern werde «in einer Übergangszeit von einer Ahndung abgesehen».
«Tschüß» sei ein norddeutscher Abschiedsgruß, in Bayern seien «Pfiad di», «Habe die Ehre» oder «Servus» üblich. «Bei weiterer epidemieartiger Ausbreitung des Tschüs» kann es sich der passionierte Dialektpfleger gut vorstellen, dass sich andere Ortschaften seiner Aktion anschließen.
Zwar habe er sich bewusst den Fasching als Zeitpunkt dafür ausgesucht, meine aber alles durchaus ernst.
Triebel ist dafür bekannt, dass er die bayerische Mundart erhalten will. Aufsehen erregte beispielsweise sein Protest im Kultusministerium, als ein Schüler wegen seines Dialektes eine negative Bemerkung ins Zeugnis bekam.
Selbst Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) schaltete sich damals ein: Der Schulbub bekam ein neues Zeugnis. (nz)

