netzeitung.deJugendliche gestehen Friedhofsschändung

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Die Polizei hat die Schändung mehrerer jüdischer Friedhöfe im Westerwald aufgeklärt. Drei Jugendliche haben gestanden, die Grabsteine mit Nazi-Symbolen beschmiert zu haben.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Schänder mehrerer jüdischer Friedhöfe im Westerwald aufgespürt. Drei junge Männer im Alter zwischen 17 und 19 Jahren haben ein Geständnis abgelegt, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Montag berichtete. Mindestens zwei der drei Tatverdächtigen hätten aus einer antisemitischen Haltung heraus gehandelt.

Die Jugendlichen hatten im September 2005 die jüdischen Friedhöfe von Höhr-Grenzhausen und Weitersburg geschändet. Laut Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer beschmierten die Täter in Höhr-Grenzhausen Grabsteine und Eingangspfosten mit Hakenkreuzen und SS-Runen sowie mit der Parole «Heil Hitler». Ein weiterer Grabstein sei mit einem Hammer zertrümmert worden. Bei einer zweiten Aktion hätten die jungen Männer 17 Grabsteine auf dem Friedhof umgestoßen. Auf einer jüdischen Begräbnisstätte in Weitersburg hätten die Täter insgesamt 23 Grabsteine umgestürzt.

Die drei Tatverdächtigen wurden nach ihrem Geständnis zunächst entlassen. Sie werden sich jedoch in einem Strafverfahren vor Gericht verantworten müssen. (nz)