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Lupe Verletzte bei rassistischen Krawallen in Sydney

Bei Krawallen sind am Wochenende in der australischen Hafenstadt Sydney mehr als 30 Menschen verletzt worden - fast alle waren Australier arabischer Herkunft. Die Polizei nahm 28 Verdächtige fest.

Bei Ausschreitungen mit offenbar rassistischem Hintergrund sind am Sonntag im australischen Sydney mehr als 30 Menschen arabischer Herkunft verletzt worden. Laut den Behörden veranstalteten rund 5000 Jugendliche eine regelrechte Jagd und lieferten sich dabei auch heftige Straßenschlachten mit der Polizei.

Die Beamten wurden dabei unter anderem mit Bierflaschen beworfen. Die Randalierer zertrümmerten überdies die Fensterscheiben eines Krankenwagens und zerstörten Polizeiautos.
Vergeltungsaktionen
Auslöser für die Unruhen waren Berichte, wonach Australier libanesischer Herkunft zwei Rettungsschwimmer am Strand von Cronulla zusammengeschlagen haben sollen. Am Sonntag schwenkten die Randalierer australische Fahnen und riefen rassistische Sprüche. Bei mutmaßlichen Vergeltungsaktionen wurden in der Nacht zum Montag etwa 100 Autos angezündet und australische Fahnen verbrannt.

Der australische Regierungschef John Howard verurteilte die Ausschreitungen, wollte die Anstifter aber nicht als Rassisten bezeichnen. «Das ist ein Begriff, mit dem so oft um sich geworfen wird, dass ich das nicht auch tun werden», sagte Howard. (nz)