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Brite soll sich selbst von HIV geheilt haben

13. Nov 2005 23:32
Aids
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Ein junger Brite hat Medienberichten zufolge über ein Jahr nach einem positiven Aids-Test plötzlich keine HI-Viren mehr in seinem Blut. Dabei hatte er keine Medikamente gegen das Virus genommen.

Gerüchte über eine Aids-Wunderheilung bewegen die britische Presse. 14 Monate nach einem positiven Aids-Test habe der 25-jährige Andrew Stimpson keine HI-Viren mehr im Blut, berichteten zwei britische Sonntagszeitungen übereinstimmend. Der 25-jährige Andrew Stimpson habe keine Medikamente genommen, sein Immunsystem habe den Erreger der meist tödlichen Immunschwäche vermutlich selbst zerstört.

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Andrew Stimpson aus London war im August 2002 HIV-positiv getestet worden, nachdem er wegen Schlappheit und Unwohlseins einen Arzt aufgesucht hatte, berichteten die «News of the World» und die «Mail on Sunday». Da Stimpson wenige Viren im Blut hatte, musste er keine Medikamente nehmen. Als es mit seiner Gesundheit und Fitness nach oben ging, ließ er sich im Oktober 2003 erneut testen. Das Ergebnis: Der HI-Virus konnte nicht mehr nachgewiesen werden. «Das ist unglaublich, es ist ein Wunder. Ich denke, ich bin einer der glücklichsten Menschen der Welt», sagte der 25-Jährige.

Experte: Erster Nachweis von Selbstheilung

Mediziner erhoffen sich vom Fall wichtige Erkenntnisse im Kampf gegen die Krankheit. Dr. Patrick Dixon von der internationalen Anti-Aids-Organisation Acet nannte den Fall «sehr, sehr ungewöhnlich». Es sei das erste Mal, das ein solcher Fall von «Selbstheilung» ordentlich dokumentiert sei, sagte er dem Sender BBC. In Stimpsons Immunsystem könnte möglicherweise der Schlüssel zur Entwicklung eines Impfstoffes gefunden werden.

Der britische National Health Service (NHS) bestätigte, dass der Mann nicht länger HIV-positiv sei. Eine Sprecherin sagte dem Sender Sky News, dass er erst positiv und später negativ getestet worden sei. Von einer Heilung wollte sie jedoch noch nicht sprechen. Die NHS-Ärzte baten Stimpson, sich weiterer Test zu unterziehen.

Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern

Der Londoner sagte, er habe die Gesundheitsdienste zunächst auf Schadenersatz verklagen wollen. Doch eine Untersuchung habe Fehler bei den Tests ausgeschlossen. Nun wolle er eng mit den Medizinern zusammenarbeiten, um anderen HIV-positiven Menschen und Aids-Kranken möglicherweise helfen zu können. «Es ist mir wichtig, bei der Forschung zu helfen, weil es ein großer Schritt hin zu einem Heilmittel für jeden sein könnte.»

Aids-Experten sagten, es habe bereits Gerüchte und Erzählungen über ähnliche Fälle in Afrika gegeben. Dafür fehlten aber stets die Beweise. «Wenn Andrew wirklich von dem Virus befreit wurde, dann muss das gründlich untersucht werden, um zu sehen, ob man diesen Vorgang irgendwie reproduzieren kann», sagte Lisa Power von der Aids-Hilfsorganisation Terence Higgins Trust. (nz)

 
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