26. Okt 2005 13:06
Verärgert hat der Deutsche Alpenverein auf Aussagen Reinhold Messners reagiert. Es sei «absurd und an den Haaren herbeigezogen», wenn sich der Bergsteiger vom DAV behandelt sehe wie Juden im Dritten Reich.
Messner habe diese Parallele mehrfach in Pressekonferenzen gezogen, sagte der Hauptsgeschäftsführer des DAV, Thomas Urban, im Gespräch mit der Netzeitung. Damit habe er sich auf die «unrühmliche Rolle» des damals noch Deutsch-Österreichischen Alpenvereins bezogen, der als eine der ersten Organisationen Juden bereits Anfang der 20er Jahre ausschloss. Nach der Identifizierung der Leiche seines Bruders Günther, der nach dem gemeinsamen Gipfelsieg am Nanga Parbat im Himalaya 1970 nicht zurückgekehrt war, hatte Reinhold Messner Mitgliedern der damaligen Expedition vorgeworfen, seit Jahren widersprüchliche Angaben über den Tod seines Bruders gemacht zu haben. Das sei «Rufmorde», so der Bergsteiger.