netzeitung.dePolizisten verprügeln Schwarzen in New Orleans

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Ausschnitt aus dem Video (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ausschnitt aus dem Video
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Vier Polizisten in New Orleans sind dabei gefilmt worden, wie sie einen 64-jährigen Schwarzen nach der Festnahme verprügeln. Die Männer wurden vom Dienst suspendiert.

In New Orleans haben Polizisten einen Schwarzen verprügelt, nachdem sie ihn wegen Trunkenheit festgenommen hatten. Die Männer wurden bei der Tat von einem Kameramann der Nachrichtenagentur AP gefilmt.

Die Polizei in New Orleans bestätigte den Vorfall. Der 64-jährige Mann sei zunächst von zwei Polizisten außerhalb einer Bar im «French Quarter» festgenommen werden sollte. Dann seien jedoch zwei weitere Beamte dazu gekommen.

Auf dem Video sei nicht zu sehen, dass der Mann sich gegenüber den Beamten besonders aggressiv verhalten habe. Die Polizisten hätten ihn auf den Boden gezerrt und ihn ins Gesicht getreten, berichteten Medien. Anschließend hätten sie in gefesselt und mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden liegen lassen.

Journalisten angegriffen
Die Beamten forderten die insgesamt zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AP auf, die Kamera auszuschalten. Als diese sich weigerten, habe einer der Beamten einen der Journalisten auf die Motorhaube eines Auto gedrückt und ihn in den Magen getreten.

Die Beamten wurden inzwischen vom Dienst suspendiert. Gegen sie werde ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Das Maß an Gewalt, dass sie bei der Festnahme angewendet hätten, sei nicht «angemessen», betonte er. Die Beamten befänden sich in Einzelhaft.

«Sehr schwierige Arbeitsbedingungen»
Die Polizei in New Orleans war bereits kurz nach dem Wirbelsturm «Katrina» in die Schlagzeilen gekommen, als 250 Beamte ihren Dienst am Tag nach dem Sturm nicht antraten. Tagelang herrschte in New Orleans Chaos, Plünderer hatten freie Hand.

Rassistische Motive schloss der Sprecher aus. Er verwies auf die «sehr schwierigen» Arbeitsbedingungen, unter denen die Polizisten seit dem Wirbelsturm arbeiten müssten. Viele würden noch immer fünf Tage pro Woche und zwölf Stunden am Tag arbeiten. Dies solle die Tat jedoch nicht entschuldigen. (nz)