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Erstes deutsches Schwein mit Schweinegrippe
Nach Angaben des Friedrich-Löffler-Instituts für Tiergesundheit handelt es sich um den bundesweit ersten Fall. «Wir appellieren an alle Schweinehalter, die unter Grippesymptomen leiden, nach Möglichkeit nicht in ihre Bestände zu gehen», sagte Sprecherin Elke Reinking. Grippekranke sollten den Kontakt zu Schweinen meiden. Eine Infektion verlaufe bei den Tieren aber in aller Regel undramatisch.
Meldungen über H1N1-Infektionen bei Schweinen gab es bislang unter anderem aus den USA, wo das Virus bei einem Tier auf einem Jahrmarkt im Bundesstaat Minnesota entdeckt wurde. Zuvor war die Krankheit bereits in Argentinien und Kanada auf Schweine übergesprungen.
In Deutschland sind bislang 66 Menschen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe gestorben (Stand 1. Dezember). Bei rund drei Viertel von ihnen gibt es Hinweise auf eine Grundkrankheit. «Die aktuellen Daten unterstreichen jedoch auch ein erhöhtes Risiko von jungen Kindern und von Jugendlichen, sowohl an der Neuen Influenza A (H1N1) zu erkranken als auch schwere Krankheitsverläufe zu entwickeln», teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin mit.
Die Impfungen seien weiter wichtig, da die Entwicklung im Winter nicht vorausgesagt werden könne. Beim Paul-Ehrlich-Institut liegen, wie in anderen Staaten auch, «keine Hinweise für vermehrte schwere unerwünschte Wirkungen nach einer Impfung vor», berichtete das Institut. Je nach Verfügbarkeit sollen jetzt stufenweise alle Menschen geimpft werden. Eine Impfung reiche nach derzeitigem Stand aus. (AP/dpa)

