Studentin empört über Hype um ihr Auftreten: 

netzeitung.deObama macht «Rot»-Chinesin zum Web-Star

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Studentin empört über Hype um ihr Auftreten 

Lupe Obama macht «Rot»-Chinesin zum Web-Star

Rot ist die Farbe des Kommunismus. Erklärt das die Aufregung, die eine Studentin in China auslöste, als sie während einer Obama-Rede ihre leuchtend rote Jacke auszog? Wie auch immer - Wang Zifei ist nun sehr bekannt.

Vermutlich hätte sie einfach keine knallrote Jacke tragen sollen, so inmitten all der schwarz oder weiß Gekleideten im Publikum von US-Präsident Barack Obama. Oder sie hätte die Wärme aushalten und die Jacke anbehalten sollen. Die Aufmerksamkeit, über die sich die Chinesin Wang Zifei nun empört, wäre ihr dann sicher nicht in dem Übermaß zuteil geworden.

Während der Ansprache Obamas vor Studenten in Schanghai wurde Wang dabei gefilmt, wie sie sich ihre rote Jacke vorsichtig auszog und dem Rest der Rede in einem schmal geschnittenen schwarzen Kleid lauschte. Eine Woche ist der Besuch des US-Präsidenten nun her, doch Fotos dieser Szenen werden unablässig heruntergeladen, wie die britische Zeitung «Daily Mail» berichtet. Wer in China «Obama girl in red coat» in die Google-Suche eingebe, erhalte fast sieben Millionen Treffer.

Ein «Obama girl» gab es bisher nur in den USA: Im Präsidentschaftswahlkampf machte ein Video Furore, das das Model Amber Lee Ettinger in knapper Kleidung zeigte, die schwärmerische Texte sang und Obama-Pappfiguren küsste. Bei Youtube war das Video eine zeitlang eines der meistgeklickten.

Nun gibt es also auch ein chinesisches Pendant. Oder sowas ähnliches. Oder vielleicht etwas ganz anderes? «Ich will nicht auf diese Weise berühmt sein», schreibt das vermeintliche «Mädchen» in ihrem Blog. Zunächst habe sie den Hype um die Sekunden ihres Jacke-Ausziehens zu ignorieren versucht, dann jedoch habe sie gemerkt, dass «Schweigen nur noch mehr Gerüchte» hervorruft. Bisherige Kommentare gehen vor allem in die Richtung, dass Wang offensichtlich versucht habe, die Aufmerksamkeit Obamas auf sich zu ziehen.

Das wollte Wang denn doch nicht auf sich sitzen lassen und ging in die Offensive. Keineswegs wolle sie in der Entertainment-Branche landen, sondern ruhig weiter studieren. Ihr Alltag sei nun «vollkommen durcheinandergewirbelt», beschwert sich die Wang. Sie wolle nur noch, dass es bald vorbei sei uns sie «wieder mein normales Selbst» sein könne.

Ein Leser der «Daily Mail» kommentiert: «Dies muss ein Witz sein. Warum um alles in der Welt wird ein Mädchen, das sich die Jacke auszieht, zur Schlagzeile? Bei all der Aufregung hätte man erwartet, dass sie eine nackte Brust gezeigt habe.» (nz)