Auftakt der islamischen Wallfahrt: 

netzeitung.deMekka, der Regen und die Schweinegrippe

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Tipps für die Pilger: Schweinegrippe ist ein großes Thema in Mekka (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Tipps für die Pilger: Schweinegrippe ist ein großes Thema in Mekka
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Die islamische Wallfahrt zu den heiligen Stätten steht unter einem ungünstigen Stern: Strömender Regen setzt Mekka unter Wasser, und die Pilger müssen sich vor dem H1N1-Virus in Acht nehmen. Auch Obamas Großmutter ist dabei.

Im strömenden Regen haben am Mittwoch mehr als zwei Millionen Pilger in Saudi-Arabien mit den Ritualen der islamischen Wallfahrt («Hadsch») begonnen. In diesem Jahr nehmen wegen der Angst vor einer Verbreitung der Schweinegrippe nur knapp 2,5 Millionen Muslime an der Wallfahrt zu den heiligen Stätten des Islam in Mekka und Medina teil. In den Vorjahren hatten sich jeweils rund drei Millionen Gläubige zum «Hadsch» versammelt.

Die saudischen Behörden erklärten, die Sorge vor einer Ansteckung sei weitgehend unbegründet. Bislang seien erst vier Pilger an der Schweinegrippe gestorben. Bei 68 weiteren Pilgern hätten die saudischen Ärzte das H1N1-Virus festgestellt.

Das Innenministerium teilte am Mittwoch mit, rund 1,61 Millionen Pilger seien aus dem Ausland nach Saudi-Arabien gekommen. Die restlichen Pilger sind Saudis und ausländische Muslime, die in Saudi- Arabien arbeiten. Heftige Regenfälle durchnässten Hunderttausende Pilger und setzten die Hauptstraße nach Mekka unter Wasser.

Höhepunkt auf dem Berg Arafat
Am Mittwoch trafen die Pilger in der Zeltstadt Mina ein, wo sie übernachten. Nach Berichten von Reportern vor Ort verzögerte sich die Ankunft einiger Pilgerbusse in Mina wegen der heftigen Regenfälle, die auch noch bis zum Freitag anhalten sollen. Am Donnerstag ziehen sie dann weiter zum Berg Arafat, wo der «Hadsch» seinen Höhepunkt erreicht. Am Freitag begehen die Pilger gemeinsam mit den Muslimen in aller Welt das Opferfest («Eid al-Adha»).

Um die Sicherheit der Pilger zu gewährleisten, haben die saudischen Sicherheitskräfte ein Fahrverbot für Privatautos verhängt. Nach offiziellen Angaben werden nur Busse mit mindestens 25 Fahrgästen zu den heiligen Stätten vorgelassen. Um Chaos zu verhindern, halten die Organisatoren diesmal außerdem Tüten mit kleinen Steinen bereit, die von den Pilgern in den kommenden Tagen für die symbolische Steinigung des Teufels verwendet werden sollen. Denn bei diesem Ritual war es in früheren Jahren gelegentlich im Gedränge zu schweren Unfällen gekommen.

Obamas Oma ist Gast von König Abdullah
Sarah Obama (87), die kenianische Großmutter von US-Präsident Barack Obama, ist zur muslimischen Wallfahrt («Hadsch») nach Mekka gereist. Die saudische Tageszeitung «Okaz» berichtete am Mittwoch, Sarah Obama sei in Begleitung eines Enkels als Gast von König Abdullah nach Saudi-Arabien gereist. Präsident Obama selbst ist Christ. Der saudische König lädt jedes Jahr Pilger aus aller Welt ein, die dann auf seine Kosten die Wallfahrt absolvieren dürfen. Zu den rund 3000 Gästen zählten in diesem Jahr auch rund 2000 Angehörige von palästinensischen «Märtyrern», hieß es. (nz/dpa/AP)