Drogengeld in US-Großstädten:
Neun von zehn Dollar mit Kokainspuren
Vor zwei Jahren hatte der Forscher auf 67 Prozent des Papiergelds in US-Städten Spuren des Pulvers gefunden. Die neuen Zahlen, die auf der Überprüfung von 234 Dollarscheinen basieren, ließen eine Zunahme des Konsums in den USA von 20 Prozent erkennen, sagte Zuo. «Ich bin nicht sicher, woher der augenscheinliche Anstieg kommt. Er könnte etwas mit dem Wirtschaftseinbruch zu tun haben, damit, dass der Stress zum Griff nach Kokain verführt.»
Auch in Kanada ist das Rauschmittel inzwischen weit verbreitet: Dort weisen 85 Prozent der Banknoten Spuren von Kokain auf. In Brasilien sind 80 Prozent kontaminiert und in Japan etwa 20 Prozent. Das Schlusslicht der fünf überprüften Länder bildet China mit 12 Prozent kokainverschmutzter Geldscheine. Euronoten wurden in der Studie nicht überprüft.
Banknoten werden von manchen Kokainkonsumenten gerollt, mit Hilfe der Scheine lässt sich das Pulver in die Nase ziehen. In anderen Fällen können Reste an den Händen oder auch der Kontakt mit verunreinigten Scheinen in Geldzählautomaten oder der Brieftasche zur Kontamination führen. (dpa)
