10.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
ICE wegen Brand im Triebwagen gestoppt
Eine Zugfahrt von Berlin in Richtung Köln endete für ICE-Reisende am Donnerstagabend in Hannover: Der Zug wurde gestoppt, weil es plötzlich aus dem Triebwagen qualmte.
Ein defekter Lüfter hat am Donnerstagabend einen Brand in einer ICE-Lokomotive in Hannover ausgelöst. Wegen Rauchentwicklung am Triebwagen war der Zug im Hauptbahnhof der niedersächsischen Landeshauptstadt gestoppt worden. Der Strom wurde abgestellt, und die etwa 350 Reisenden konnten den ICE ruhig und geordnet verlassen und mit einem anderen Zug weiterfahren. Die angrenzenden Gleise wurden aus Sicherheitsgründen abgesperrt.
Ursache des Brandes war ein Defekt im Schaltkasten der Lok, wie das Eisenbahnbundesamt (EBA) am Freitag in Bonn mitteilte. Dadurch sei ein Trafo-Element im Elektromotor überlastet gewesen, ein Schmorbrand war die Folge. Bei der Einfahrt des Zuges auf der Fahrt von Berlin nach Köln in den Hauptbahnhof Hannover war starker Rauch aus dem vorderen Triebkopf gequollen. Die Feuerwehr erstickte die Flammen.
Die Höhe des Schadens war zunächst unklar. Seit 2002 gab es nach Angaben des EBA sechs Brände oder schmorende Kabel in Motorwagen von ICE-Zügen der zweiten Generation. Solche Pannen seien «die absolute Ausnahme», erklärte ein Bahnsprecher. Der ICE stand am Freitagmorgen noch im Bahnhof. Das EBA habe die Ermittlungen abgeschlossen, nunmehr ermittele die Bundespolizei, erklärte ein Sprecher. (dpa/AP)