15 Tote und viele Schwerverletzte: 

netzeitung.deFlammeninferno am Bahnhof von Viareggio

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15 Tote und viele Schwerverletzte 

Lupe Flammeninferno am Bahnhof von Viareggio

In der toskanischen Küstenstadt ist ein Güterzug nach der Explosion eines Tankwaggons entgleist und in mehrere Häuser gefahren. Das verheerende Großfeuer konnte eingedämmt werden, doch die Gefahr schwelt weiter.

Die Explosion eines mit Flüssiggas gefüllten Tankwaggons hat in der italienischen Küstenstadt Viareggio mindestens 15 Menschen getötet. In der Stadt brach ein Flammeninferno aus. 36 Menschen wurden nach Angaben der Polizei vom Dienstagmorgen schwer verletzt. Ein Güterzug war kurz vor Mitternacht in der Nähe des Bahnhofs mitten in der Stadt entgleist. Wie italienische Medien am Dienstagvormittag berichteten, habe die Vorderachse eines Waggons bei der Durchfahrt des Zuges nachgegeben. Durch die Explosion gerieten mehrere Häuser in Brand, zwei Gebäude stürzten ein, wie die Polizei mitteilte. Ein weites Gebiet stand in Flammen. Inzwischen dementierte eine Sprecherin, dass 13 Waggons des Unglückszuges der Deutschen Bahn gehörten.

Der aus 14 Waggons bestehende Güterzug kam aus La Spezia und war auf dem Weg nach Pisa, als er kurz nach dem Bahnhof entgleiste, sagte Gargiulo. Videos auf YouTube zeigten Flammen, die in den Himmel schießen. Es sind Sirenen und Explosionen zu hören. Als der Zug entgleiste, stürzten die Wagen am Ende in einige Häuser in der Nähe des Bahnhofs. Sieben Menschen, darunter ein Kind, wurden bei der Explosion oder durch das Feuer getötet, wie ein Polizeisprecher in der nahelegenen Stadt Lucca, Raffaele Gargiulo, erklärte. Einige der Leichen seien nur sehr schwer zu identifizieren. Zwei weitere der Getöteten fuhren gerade in der Nähe der Gleise, als sich das Unglück ereignete. Das zehnte Opfer, ein junger Mann, erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Der Präfekt von Lucca, Carmelo Aronica, sagte im Fernsehsender Rai, insgesamt seien bei dem Unglück in der in der Region Toskana gelegenen Stadt mindestens 50 Personen verletzt worden. 36 hätten schwere Verbrennungen erlitten. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, wurden am Dienstagmorgen drei Kinder lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses geborgen. Ursache des Unglücks könnten ein Schaden an den Gleisen oder ein Problem mit Bremsen gewesen sein, sagte Gargiulo. Feuerwehrchef Antonio Gambardella , der Brand sei inzwischen eingedämmt, es bestehe aber die Gefahr, dass weitere Kesselwagen explodierten. Die Feuerwehrleute suchten auch in den Trümmern der Häuser nach weiteren Opfern, sagte Gambardella. Rund 300 Feuerwehrleute waren im Einsatz. (AP/dpa)