Nachbarn in Neuseeland mit Waffe angegriffen: 

netzeitung.deRollstuhlfahrer provoziert Tod durch Erschießen

 Herausgeber: netzeitung.de

Mehrere Stunden lang hatte ein Mann in Neuseeland seine Nachbarn mit Waffen bedroht und auf sie geschossen, als die Polizei schließlich eingriff. Der Rollstuhlfahrer lebt nicht mehr. Genau das sei sein Plan gewesen, heißt es.

Er habe das Leben satt und wollte «in Glanz und Gloria» untergehen, hat ein Mann in Neuseeland laut dem Fernsehsender TV3 gesagt, bevor er den Plan dann in die Tat umsetzte. Wobei das «Glanz und Gloria» auf zynische Art ins Gegenteil verkehrt wurde: Mit einem Gewehr und einer Schrotflinte ging der 42-Jährige im Rollstuhl auf seine Nachbarn in Christchurch los.

Er verletzte zwei Menschen und weigerte sich dann, die Waffen niederzulegen. Ein Nachbar wurde vom Hals bis zur Hüfte von Schrot getroffen. Ein Polizist überlebte nur, weil er einen Helm trug. Polizisten erschossen ihn schließlich. Er hatte laut den Beamten mehr als 100 Schüsse abgefeuert.

Der Täter war Mitglied in einem Waffenverein und hatte alle nötigen Lizenzen für die Flinte und das Gewehr. Ein Vereinskamerad bezeichnete den Mann als Einzelgänger, der Schwierigkeiten hatte, Freunde zu gewinnen. Dem neuseeländischen Onlinedienst «NZCity» sagte der Vereinsfreund allerdings, die hohe Zahl von 100 Schüssen könne kaum sein, da der Mann eine Muskelkrankheit gehabt habe, die ihn in den Rollstuhl zwang, habe er auch Waffen nur schwer halten können.

Verwandte sagten, der Mann habe Selbstmordgedanken geäußert. Nach Angaben der Ordnungkräfte war er zur Tatzeit wahrscheinlich betrunken. Der Täter schoss laut Polizeibericht über mehrere Stunden in einer Sackgasse wahllos um sich. (dpa/nz)