28.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Zwei Menschen nach Blitzeinschlag wiederbelebt
Schwerste Verbrennungen erlitten sieben Menschen, die sich bei einem schweren Gewitter in Xanten untergestellt hatten, zwei schwebten gar in Lebensgefahr. Der Blitz schlug genau zwischen den Bäumen ein, wo Besucher Schutz gesucht hatten.
Bei einem Blitzeinschlag in der Nähe einer Baumgruppe sind am Samstag 13 Besucher eines Volksfestes verletzt worden. Sieben von ihnen hätten schwerste Verbrennungen erlitten, teilte die Polizei in Wesel mit. Ein 13-jähriges Mädchen und ein Mann konnten durch Rettungskräfte noch am Unglücksort wiederbelebt werden. Die anderen Opfer hätten Schocks erlitten, sagte ein Polizeisprecher. Rettungswagen und drei Rettungshubschrauber brachten die Verletzten, die allesamst das Römerfestes in Xanten (Nordrhein- Westfalen) besucht hatten, in Krankenhäuser.
Schutz unter Bäumen gesuchtKeiner der Verletzten schwebe noch in Lebensgefahr, wie die Polizei in der Nacht zum Sonntag mitteilte. Die Besucher hatten in einer Allee auf dem Gelände des Archäologischen Parks vor dem Gewitter Schutz unter den Bäumen gesucht. Der Blitz sei zwischen zwei Bäumen im Boden eingeschlagen, sagte der Sprecher.
Durch die entstandene elektrische Spannung seien die Menschen in der Nähe verletzt worden. Bei den Opfern handelte es sich laut Polizei um Erwachsene und Kinder aus dem gesamten Bundesgebiet und aus den Niederlanden. Notfallseelsorger kümmerten sich im Archäologischen Park um Angehörige und Besucher. Mehr als 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Polizei waren im Einsatz.
Die Veranstaltung «Schwerter, Brot und Spiele» wurde unverzüglich beendet. Auch die Festivitäten für Sonntag seien abgesagt worden. Bei dem größten Römerfest Europas wollten mehr als 400 «Soldaten, Gladiatoren, Handwerker und Marketenderinnen» das Leben in einem Legionslager vor 2000 Jahren zeigen. (dpa)