Unfall mit Chemikalie HPN in Ludwigshafen: 

netzeitung.de7,2 Tonnen Chemie in den Rhein gelaufen

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BASF-Werk in Ludwigshafen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe BASF-Werk in Ludwigshafen
Foto: dpa
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Ein Chemieunfall bei BASF in Ludwigshafen scheint glimplich auszugehen. Ein wassergefährdender und bei direktem Kontakt augenreizender Stoff war ausgetreten. Das Mainzer Umweltministerium sieht aber keine Gefahr.

Nach einer Panne im BASF-Stammwerk in Ludwigshafen sind 7,2 Tonnen der als wassergefährdend geltenden Chemikalie Hydroxypivalinsäureneopentylglykolester (HPN) in den Rhein gelaufen. Wie das Unternehmen am Montag berichtete, konnte der Produktaustritt im Werkteil Nord inzwischen gestoppt werden. Eine Gefährdung von Mensch und Umwelt sei nicht zu befürchten. Dennoch alarmierten die Behörden vorsorglich die Rheinanlieger.

Nach Angaben des Unternehmens wurde die Panne durch ein Leck an einem Wärmetauscher ausgelöst. Aufgrund eines fehlerhaften Anschlusses sei die Chemikalie so in das Kühlsystem des Werkes und von dort aus in den Rhein gelangt. Die betroffene Anlage wurde abgeschaltet. HPN ist eine Esterverbindung und gilt als reizend und wassergefährdend. Bei direktem Kontakt besteht die Gefahr ernster Augenschäden.

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums gibt es aufgrund der starken Verdünnung durch das Rheinwasser aber keine Gefahr für Menschen sowie die Wassertiere im Fluss. Nach dem Internationalen Warn- und Alarmplan für den Rhein informierte das Ministerium die am Mittel- und Niederrhein liegenden Bundesländer sowie die niederländischen Behörden.

Die rheinland-pfälzischen Behörden nahmen Wasserproben und kündigten an, den Vorfall weiter zu beobachten. HPN ist nach Angaben des Umweltministeriums biologisch leicht abbaubar und nur schwach wassergefährdend. Die Chemikalie ist ein Zwischenprodukt, das unter anderem für die Herstellung von Lacken verwendet wird. (AP/dpa)