«Völlig unverantwortliches Verhalten» kritisiert:
Berliner Zoo zeigt Eisbären-Springerin an
14.04.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Am Karfreitag war eine offenbar geistig verwirrte 32-jährige Berlinerin in die Anlage der Eisbären gesprungen und von einem der vier Tiere angegriffen und schwer verletzt worden. Die Frau liegt laut einer Meldung der auf der Intensivstation eines Berliner Krankenhauses. Die Patientin schwebe allerdings nicht in Lebensgefahr, sagte Sprecherin Kerstin Endele am Dienstag.
Im Notfall hätten die Zoo-Mitarbeiter auch geschossen, um das Tier davon abzuhalten, die Frau noch schwerer zu verletzen. «Wir haben Waffen im Zoo, die hätten dann auch eingesetzt werden müssen», sagte Klös, der zu diesem Zeitpunkt als Chef vom Dienst die Verantwortung trug. «So etwas ist immer eine Bauchentscheidung, aber ich hätte nicht gezögert».
Medienberichten zufolge war der Sprung möglicherweise ein Hilferuf. Die Frau habe vor kurzem ihren Job verloren, eine Beziehung sei in die Brüche gegangen. Der Zoo stellte Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gegen sie. Im Dezember 2008 hatte es einen ähnlichen Zwischenfall gegeben. Ein Mann aus Cottbus war in das Revier von Eisbär Knut gesprungen. Der blieb aber friedlich und konnte von den Pflegern mit einer Rinderkeule abgelenkt werden. (nz/dpa)

