Demo-Aktion für mehr Klimaschutz:
4000 Städte sitzen eine Stunde im Dunkeln
Laut WWF haben fast 4000 Städte weltweit, darunter New York, Peking, Paris und Tokio, in 88 Ländern ihre Teilnahme an der «Stunde der Erde» zugesagt. In Deutschland beteiligen sich unter anderem Hamburg, Berlin und Bonn. So sollen von 20.30 bis 21.30 Uhr die Lichter am Roten Rathaus in Berlin wie am Hamburger Michel ausgehen. In New York soll es am Empire State Building, in Peking am «Vogelnest»-Olympiastadium, in Kairo bei den Pyramiden, in Athen an der Akropolis, in der Lichtermeile von Las Vegas und in Rio de Janeiro an der Christus-Statue dunkel werden.
Wenn sich die Hoffnung der Organisatoren erfüllen, werden am Ende der Aktion rund um den Erdball eine Milliarde Menschen mitgemacht und eine Stunde im Dunkeln verbracht haben. Damit wollen sie ihre Betroffenheit über die globale Erwärmung zum Ausdruck bringen. Die «Erdstunde» wurde erstmals 2007 abgehalten – eine einzige Stadt, Sydney, beteiligte sich damals an dem symbolischen Licht ausknipsen für mehr Umweltbewusstsein. Im vergangenen Jahr machten 400 Städte mit.
Greg Bourne, Cheforganisator der «Earth Hour» vom australischen WWF, gab zu, dass die Aktion eher Energie verbrauche anstatt zu sparen. «Es ist symbolisch. Und darum geht es», sagte er. «Es kommt darauf an, ein sichtbares Zeichen für die Politik zu setzen, damit sie langfristige Entscheidungen trifft.» Andere äußerten Kritik. «Ich mache mir Sorgen, dass das nur symbolisch ist und nicht weit darüber hinaus geht», bemängelte Stephen Healy von der University of New South Wales. (dpa/AP)
