11.03.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Polizeieinsatz vor der Realschule
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Zunächst hieß es, die Polizei habe den Mann gestellt, der in der Realschule des süddeutschen Winnenden Schüler erschoss. Doch nun stellt sich die Situation anders dar.
Nach dem Amoklauf an einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden ist nicht klar, was mit dem Tatverdächtigen geschehen ist. Meldungen über eine angebliche Festnahme wies die Polizei vor Ort am Mittwoch zurück. Seit neuestem kursiert im Netz jedoch das Gerücht, der Amokläufer habe sich erschossen.
Die Ermittler wollen am Mittag auf einer Pressekonferenz vor Ort informieren. Landesinnenminister Heribert Rech sagte in einer ersten Reaktion: «Das Ausmaß des Geschehens ist nicht fassbar.»
Bei dem Amoklauf hat ein ehemaliger Schüler am Mittwochmorgen laut Polizei mindestens zehn Menschen erschossen und weitere zum Teil schwer verletzt. Neun Schüler wurden tot in dem Gebäude gefunden, ein Erwachsener tot vor der Schule.
Unklar ist noch, ob es sich bei dem Toten vor der Schule um einen Patienten oder Mitarbeiter der angrenzenden Psychiatrischen Kliniken handelt. Eine Mitarbeiterin der Klinik berichtete: «Ich habe sechs bis sieben Schüsse gehört. Ich darf meine Station nicht mehr verlassen.» Die Klinik sei komplett abgeriegelt.
Der Täter hat laut Polizei im vergangenen Jahr seinen Abschluss an der Schule gemacht. (AP/dpa/nz)