28.01.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Künstler würde Auto im Dach gern verewigen
Wenn es nach dem Bonner Publizist Klausens ginge, würde die kaputte Stelle im Kirchendach von Limbach-Oberfrohna nicht geflickt - sondern zum Denkmal umgestaltet. Doch es geht nicht nach ihm.
Der viel beachtete Unfall, bei dem ein Auto mitten im Dach der Stadtkirche im sächsischen Limbach-Oberfrohna gelandet ist, hat nun auch Folgen für die Kunstszene. Wie die «Dresdner Morgenpost» berichtet, will der Bonner Publizist Klaus Klausens dem schwer verletzten Autofahrer ein Denkmal setzen.
Nach dem Vorbild eines Kölner Künstlers wolle der selbst ernannte «irdische Künstler himmlischer Ereignisse» eine Installation auf die kaputte Stelle des Kirchendaches setzen. Das Autowrack solle dabei unter Plexiglas sichtbar sein, hieß es.
Das macht Pastor Johannes Schubert jedoch nicht mit. Es dürfe nicht vergessen werden, dass der schwer verletzte Autofahrer einen «schrecklichen Unfall» erlitten hat. Er könne sich nicht vorstellen, dass jemand aus seiner Gemeinde eine solche Kunstaktion begrüße, sagte Schubert der Nachrichtenagentur epd.
Am Sonntagabend war ein Autofahrer nach rund 35 Metern Flug ins Dach der Stadtkirche gekracht. Der 23-jährige Fahrer, der schwer verletzt wurde, war offenbar viel zu schnell unterwegs und raste in einer Kurve geradeaus weiter. Eine Böschung diente als Sprungschanze. (epd/nz)