Ex-Eiskunstläuferin starb an Hirnblutung:
Baby zwei Tage nach Tod der Mutter geboren
13.01.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Baby Aya hat seine Mutter um zwei Tage überlebt
Foto: NZ Screenshot
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ihr Name kommt aus dem Koran und bedeutet «Wunder»: 48 Stunden nach dem Hirntod ihrer Mama wurde die kleine Aya in Großbritannien per Kaiserschnitt entbunden. Sie wiegt nur 950 Gramm.
Ein Baby in Großbritannien ist zwei Tage nach dem Tod der Mutter geboren worden. Die 41 Jahre alte Jayne Soliman starb an einer Hirnblutung. Zwar war sie hirntot, die Ärzte konnten ihren Herzschlag aber 48 Stunden aufrechterhalten, um das kleine Mädchen Aya Jayne (Aya kommt aus dem Koran und bedeutet «Wunder», will die «Daily Mail» wissen) mit einem Kaiserschnitt zur Welt zu bringen. Die Mutter - eine ehemalige Eiskunstläuferin - war in der 25. Woche schwanger, als sie vergangene Woche nach starken Kopfschmerzen zusammenbrach.
Aya Jayne wog bei der Geburt lediglich 0,95 Kilo. Vater Mahmud Soliman, der bei der Geburt dabei war, sprach von Trauer und Freude zugleich. Er und seine Frau seien überglücklich gewesen, als sie nach einer Fehlgeburt wieder schwanger wurde, sagte der 29-Jährige der Zeitung «Daily Mail». «Wir haben uns umarmt und geweint, als wir den Herzschlag sahen.» Soliman litt nach Angaben der Mediziner an einem aggressiven Tumor, der die Blutung auslöste. Damit sich nach ihrem Tod die Lungen des Babys entwickeln konnten, gaben ihr die Ärzte in Oxford hohe Dosen Steroide. Das winzige Baby wurde dann für einen kurzen Moment an ihre Schulter gelegt, bevor es der Vater in die Arme nahm. «Es war Jaynes Traum, Mutter zu sein, und sie wäre eine großartige Mutter gewesen», sagte er. (dpa/nz)