Familiendrama endete in Güllegrube:
Sohn gesteht Axt-Mord an Eltern
07. Jan 2009 14:16
 |  Bestatter und Polizeibeamte tragen den Sarg eines ermordeten Elternteils | Foto: dpa |
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Das grauenhafte Verbrechen in Bayern ist aufgeklärt: Der Sohn hat seine Eltern mit einem Beil ermordet und anschließend in die Güllegrube geworfen. Er hatte das Verbrechen wohl schon seit längerem geplant.
Das Ehepaar, das am Montag in der Güllegrube eines Bauernhofes im oberbayerischen Penzing tot aufgefunden wurde, ist von seinem Sohn ermordet worden.
Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, gestand der 34-Jährige, seine Eltern mit einer Axt erschlagen zu haben. Die Obduktion des 70 Jahre alten Landwirtes und seiner 53 Jahre alten Frau hatte Spuren von Gewalteinwirkung als Todesursache ergeben. Die Polizei vermutet, dass das Verbrechen seit längerem geplant war.
Bereits am Montagabend war der ledige Sohn des Ehepaares ins Visier der Ermittlungen geraten. Der Landwirt lebte bei seinen Eltern und bewirtschaftete den Hof. Im Rahmen der Vernehmungen gestand der 34-Jährige, am Samstag gegen 20 Uhr in der Nähe der Güllegrube auf seine Mutter mit einer etwa 70 Zentimeter großen Axt eingeschlagen zu haben. Die Verletzte habe er in die Grube geworfen und erschlagen.
Nach dem Mord schlafen gegangen
Dem Geständnis zufolge lockte der Sohn danach seinen Vater aus dem Wohnhaus und schlug ihn nieder. Den Bewusstlosen warf er ebenfalls in die Güllegrube, wo der Mann ertrank. Nach der Tat soll der 34-Jährige die Grube mit einem Deckel verschlossen haben. Anschließend habe er sich gewaschen und sei zu Bett gegangen. Ein genaues Tatmotiv konnte der Verdächtige laut Polizei nicht nennen. Der 34-Jährige ist nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Augsburg des zweifachen Mordes verdächtig. (dpa)