Schusswaffeneinsatz in Brandenburg:
Querschläger tötete flüchtenden Berliner
03.01.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Berichten zufolge war die Fahrertür von Schüssen durchsiebt. Der mit Haftbefehl gesuchte Straftäter war in dem kleinen Ort Schönfließ jenseits der Stadtgrenze in Brandenburg von einer dreiköpfigen Fahndergruppe der Berliner Polizei in dem Jaguar aufgespürt worden, der in einer Parklücke stand.
Er hatte nach Angaben Schnittchers eine Haftstrafe von 13 Monaten wegen mehrerer Verkehrsdelikte nicht angetreten. In Presseberichten war am Freitag außerdem von Drogenvergehen, Einbrüchen, Raub und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte die Rede - Vorwürfe, die die Neuruppiner Staatsanwaltschaft nicht bestätigte. Dazu werde noch recherchiert, sagte Schnittcher.
Nach Informationen der «Berliner Zeitung» gab einer der drei Polizisten insgesamt sechs Schüsse aus seiner Dienstwaffe ab, allerdings sei noch nicht klar, wie voll das Magazin der Waffe war, bevor die Schüsse abgegeben wurden.
Ein Todesschuss zur Verhinderung einer Flucht gab es in Berlin noch nicht. Seit der Wende wurden insgesamt sechs Männer erschossen - jedoch immer aus Notwehr.
(AP/dpa/nz)

