Neue Währung eingeführt: 

netzeitung.deFehler auf Geldschein ärgert türkische Linguisten

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Voller Stolz: Zentralbankchef Durmus Yilmaz vor einem Plakat mit den neuen Banknoten (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Voller Stolz: Zentralbankchef Durmus Yilmaz vor einem Plakat mit den neuen Banknoten
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Getrennt oder auseinander? Bei so manchen Wörtern ist man sich da nicht sicher. Das gilt nicht nur im Deutschen, sondern offensichtlich auch im Türkischen. Pech nur, wenn die falsche Schreibung auf Banknoten landet.

Über manchen Schreibfehler sieht man großzügig hinweg – etwa auf einem Einkaufszettel oder in einer schnell niedergeschriebenen E-Mail. Doch andere Fehler wiegen schwer, dann nämlich, wenn sie millionenfach gedruckt und für lange Zeit präsent sind. Wie etwa auf den neuen 200-Lira-Geldnoten in der Türkei.

Zumindest haben Sprachwissenschaftler schon einen Tag nach der Einführung der neuen Scheine Protest erhoben: Auf der 200-Lira-Note sei der Betrag fälschlich als «IKIYÜZ» ausgeschrieben, kritisierte der Vorsitzende des staatlichen Institutes für die türkische Sprache (TDK), Professor Bican Ercilasun, am Freitag. Richtig sei dagegen die getrennte Schreibweise als «IKI YÜZ».

Zustimmung erhielt Ercilasun vom Istanbuler Hochschullehrer Mustafa Özkan: Eine zusammengesetzte Schreibweise sei nur auf Schecks erlaubt. Die Zentralbank äußerte sich zunächst nicht zu der Kritik. Seit Neujahr sind «Türkische Lira» wieder die gültige Währung in der Türkei – dies ist die schon früher benutzte Bezeichnung. 2005 war die «Neue Türkische Lira» eingeführt worden, nachdem die galoppierende Inflation in der Türkei eingedämmt war. Damals wurden sechs Stellen gestrichen. (dpa/nz)