Beim Thema Bildung habe sich gezeigt, dass muslimische wie nichtmuslimische Jugendliche großes Interesse daran hätten, ihren eigenen Berufsweg einzuschlagen. Auch das Streben nach längerer Ausbildung, etwa auf dem zweiten Bildungsweg oder durch ein Aufbaustudium, sei bei beiden Gruppen ähnlich. Viele Muslime kritisierten Wensierski zufolge Benachteiligungen in der Schule. So erhielten sie schlechte Empfehlungen für weiterführende Schulen. Zudem fühlten sich viele Muslime durch ihren Glauben stigmatisiert und beklagten, sich für Anschläge im Namen des Islam rechtfertigen zu müssen.
Für die Studie wurden den Angaben zufolge in Berlin, Hamburg und anderen Großstädten mehr als 100 muslimische Jugendliche befragt, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind. Die Studie enthalte keine Statistiken, sondern gebe «einen Überblick über die Vielfalt muslimischer Jugendkultur in Deutschland». (dpa)