Marodes AKW in Frankreich: Atomaufsicht warnt vor Reaktorunfall18. Nov 2008 13:18  |  Wie sicher sind die französischen Atomkraftwerke? | Foto: AP |
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Der Stromkonzern EDF sieht «keine besondere Explosionsgefahr», die Aufsichtsbehörde beurteilt das anders. Sie hat mit Strafen gedroht, wenn der Konzern die Wasserleitungen im Werk Cruas-Meysse nicht saniert.
Die französische Atomaufsicht (ASN) hat den Stromkonzern EDF zur Sanierung von Wasserstoffleitungen aufgefordert, um die Gefahr einer Explosion im Atomkraftwerk Cruas-Meysse einzudämmen. Ein ASN-Sprecher erklärte am Dienstag im Rundfunk, bei einem Leck könnte Wasserstoff explodieren. Radioaktivität könnte dann in das Reaktorgebäude oder sogar in die Umwelt gelangen. EDF versprach, «alle nötigen Maßnahmen» zu ergreifen. Es bestehe «keine besondere Explosionsgefahr», versicherte der Konzern.
Kontrolleure der ASN hatten im September in dem südfranzösischen Kraftwerk «Abweichungen von den Regeln für die Kanalisation zum Transport explosiver Stoffe» festgestellt. Die Aufseher drohten EDF mit Strafmaßnahmen, wenn das Problem nicht binnen drei Monaten behoben werde. Kontrollen in anderen Kraftwerken hatten unter anderem die Wartung von Röhren bemängelt. «Die Dichtheit der Kanalisation wird nirgendwo in Frage gestellt», erklärte EDF. «Die Sicherheit der Anlagen ist gewährleistet.»
Das Atomkraftwerk wurde 1984/85 in Betrieb genommen. Es befindet sich zwischen Montélimar und Valence an der Rhone. Zu Störfällen kam es im Werk 1999, als das Personal evakuiert werden musste, und im Jahr 2004, als Tritium in den Abfangbecken entdeckt wurde.(nz/dpa)
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