18. Nov 2008 10:30, ergänzt 11:19
Das Landgericht Traunstein hat zwei der Angeklagten im Eissporthallen-Prozess freigesprochen. Ein Beschuldigter wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Die Verteidiger wollen in Revision gehen.
Der am Bau der Halle beteiligte Architekt Rolf R. und Bauingenieur Rüdiger S., der dem Tragwerk im Jahr 2003 einen guten Zustand bescheinigt hatte, wurden freigesprochen.Beim Einsturz der Halle am 2. Januar 2006 waren 15 Kinder und Frauen ums Leben gekommen, 34 Menschen waren verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte Bewährungs- und Geldstrafen für die drei Angeklagten gefordert. Die Verteidigung hatte auf Freispruch für alle drei plädiert.
Unmittelbar nach der Verurteilung des Bauingenieurs im Prozess um den Einsturz der Eislaufhalle von Bad Reichenhall hat dessen Verteidiger am Dienstag Revision angekündigt. «Ich bin mit den Urteilsgründen überhaupt nicht einverstanden», sagte Anwalt Harald Baumgärtl. «Wir werden sicherlich in Revision gehen.»
(dpa/AP)