17.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Spucken statt schlucken. Bei Kindern ist besondere Vorsicht geboten.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nach dem Zähneputzen schon mal aus dem Badezimmer getorkelt? Der Grund dafür mag in manchen «hochprozentigen» Mundwässern liegen, wie eine Analyse nun herausfand.
Das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz (Laves) hat bei der Analyse von Mundwässern in vielen Produkten einen erheblichen Alkoholanteil gefunden. Wie das Amt am Montag in Oldenburg mitteilte, hatten von 25 untersuchten Mundwasserkonzentraten 23 einen Alkoholanteil zwischen 6 und 86 Gewichtsprozent. Auch von den 29 gebrauchsfertigen Mundwässern oder Mundspüllösungen, die das Amt untersuchte, enthielten 14 Alkohol. Hier lag die Alkoholanteil zwischen drei und 18 Gewichtsprozent.
Vor allem für Kinder seien alkoholhaltige Mundwässer nicht geeignet, sagte eine Laves-Sprecherin. Auch Erwachsenen müssten darauf achten, bei der Mundhygiene die Mittel nicht herunterzuschlucken. Verbraucher müssten mit Mundwässern umsichtig umgehen und die Anwendungsempfehlungen der Hersteller genau beachten.
Mundwässer und ihre Konzentrate wurden vom Laves auch auf den Gehalt an Fluoridverbindungen analysiert. In allen Produkten lag der Fluoridanteil unter der gesetzliche Höchstgrenze an Fluorid von 0,15 Prozent. Dennoch sollten Kinder unter sechs Jahren fluoridhaltigen Mundspülungen nicht verwenden, sagte die Laves-Sprecherin weiter. Fluoridverbindungen schützten zwar vor Karies. Wenn in der Zeit der Zahnentwicklung zu viel Fluorid aufgenommen werde, könne dies aber zu Zahnschmelzflecken führen. (AP)