17.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Pony-Fohlen, etwas abseits von der Herde.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ein Mann in Holland wurde nach mehrmaliger Vergewaltigung eines Ponys von einem Gericht freigesprochen. Tierschützer fordern nun ein Gesetz zum Schutz der Tiere vor sexuellen Übergriffen.
Ein Mann aus der Provinz Friesland, der wegen dutzendfacher Vergewaltigung eines Ponys vor Gericht stand, wurde mangels eines gesetzlichen Sodomie-Verbots freigesprochen. Tierschützer in Holland fordern nun erneut ein gesetzliches Verbot sexueller Handlungen mit Tieren.
Das Oberhaus des Parlaments in Den Haag müsse endlich einen im März diesen Jahres eingebrachten Gesetzentwurf zur strafrechtlichen Verfolgung der Sodomie verabschieden, so die Stiftung zur Bekämpfung von Gewalttaten gegen Tiere. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Niederlande einer von nur wenigen Staaten seien, in denen sexuelle Gewalt gegen Tiere straffrei bleibe, erklärten sie nach Angaben der Zeitung «De Telegraaf» vom Montag. «Angesichts dessen ist es kein Wunder, dass die Niederlande die zweifelhafte Ehre haben, der größte Produzent von Tierpornos zu sein», sagte der Stiftungsvorsitzende Henk ten Napel.
In Deutschland ist Sodomie selbst nicht strafbar, es gelten aber die Paragrafen § 17 und § 18 des Tierschutzgesetzes. Außerdem steht die Verbreitung pornografischer Schriften, die sexuelle Handlungen von Menschen mit Tieren zum Gegenstand haben, unter Strafe. Der bloße Besitz dagegen ist erlaubt.(dpa/nz)