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Waldbrände in Kalifornien: 

Brandstifter hinter Feuerinferno vermutet

17. Nov 2008 10:02
Die Winde flauen ab, doch das Feuer wütet weiter
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Nur langsam bekommt die Feuerwehr die Brände im Süden Kaliforniens in Griff. Mitten in die aufreibende Brandbekämpfung platzt eine schreckliche Vermutung: Die Feuersbrünste könnten absichtlich gelegt worden sein.

Der Verdacht wird langsam zur Gewissheit: Hinter dem Feuerinferno im Süden Kaliforniens stecken nach Erkenntnissen der Feuerwehr zumindest in einem Fall vermutlich Brandstifter. Dough Lannon von der Feuerwehr sagte dem TV- Sender CNN am Sonntagabend, alles deute darauf hin, dass das Feuer in der Region um Santa Barbara gelegt worden sei.

Bis zum Sonntag hatten die Einsatzkräfte den Brandteppich dort im Griff. Zwei weitere Feuerwalzen wüteten derweil weiter entlang der Stadtgrenze von Los Angeles. Dank des nachlassenden Windes machten die Einsatzkräfte jedoch auch dort erhebliche Fortschritte.

Der verheerendste Feuersturm seit Jahrzehnten hat im Süden Kaliforniens eine Schneise der Verwüstung hinterlassen: Mindestens 800 Häuser wurden zerstört. Hunderte Menschen wurden obdachlos. Allein in der Region Santa Barbara lagen über 200 Häuser in Schutt und Asche. Das Feuer zerstörte dort ein Kloster und zahlreiche Luxusvillen im Prominentenort Montecito.

Promis flüchten

TV-Star Oprah Winfrey und die Schauspieler Michael Douglas und Kevin Costner gehören zu den Anwohnern. Ihre Villen blieben unversehrt. Die Ermittler vermuten, dass das verheerende Feuer auf einem Privatanwesen bei Santa Barbara gelegt worden ist. Zufälle seien ausgeschlossen, sagte Lannon.

In der hügeligen Region Los Angeles und im nahe gelegenen Orange County kamen am Sonntagabend die Löscharbeiten voran, weil erstmals seit Ausbruch der Brände der Wind abflaute. Die Feuerwehrleute konnten dadurch vom Boden und aus der Luft erfolgreicher gegen den Feuerteppich vorgehen. Nach Berichten des Fernsehsenders CNN legten sie Gegenfeuer, um die Flammen von den Wohngebieten wegzutreiben.

Wohnmobilpark abgebrannt

In der besonders stark betroffenen Stadt Sylmar, nördlich von Los Angeles, durchkämmten Polizisten mit Spürhunden einen abgebrannten Containerpark. Dort waren 500 Wohncontainer den Flammen zum Opfer gefallen. Einsatzkräfte befürchteten, dass vor allem ältere Bewohner es nicht rechtzeitig geschafft haben könnten, vor der Feuersbrunst zu fliehen.

Das Flammenmeer hatte sich seit Ende vergangener Woche in rasendem Tempo ausgebreitet, und dabei insgesamt eine Fläche von rund 100 Quadratkilometern rund um die Metropole Los Angeles verwüstet. Mindestens sechs Feuerwehrmänner wurden verletzt. Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte für die drei Brand-Gebiete den Notstand ausgerufen. Der Bürgermeister von Los Angeles versprach den Katastrophenopfern staatliche Hilfe. «Wir werden alles wieder aufbauen», sagte Antonio Villaraigosa. Eine solche Zerstörung habe er noch nie gesehen, sagte der Bürgermeister. (dpa/AP)

 
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