Waldbrände in Kalifornien:
Brandstifter hinter Feuerinferno vermutet
17.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der verheerendste Feuersturm seit Jahrzehnten hat im Süden Kaliforniens eine Schneise der Verwüstung hinterlassen: Mindestens 800 Häuser wurden zerstört. Hunderte Menschen wurden obdachlos. Allein in der Region Santa Barbara lagen über 200 Häuser in Schutt und Asche. Das Feuer zerstörte dort ein Kloster und zahlreiche Luxusvillen im Prominentenort Montecito.
In der hügeligen Region Los Angeles und im nahe gelegenen Orange County kamen am Sonntagabend die Löscharbeiten voran, weil erstmals seit Ausbruch der Brände der Wind abflaute. Die Feuerwehrleute konnten dadurch vom Boden und aus der Luft erfolgreicher gegen den Feuerteppich vorgehen. Nach Berichten des Fernsehsenders CNN legten sie Gegenfeuer, um die Flammen von den Wohngebieten wegzutreiben.
Das Flammenmeer hatte sich seit Ende vergangener Woche in rasendem Tempo ausgebreitet, und dabei insgesamt eine Fläche von rund 100 Quadratkilometern rund um die Metropole Los Angeles verwüstet. Mindestens sechs Feuerwehrmänner wurden verletzt. Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte für die drei Brand-Gebiete den Notstand ausgerufen. Der Bürgermeister von Los Angeles versprach den Katastrophenopfern staatliche Hilfe. «Wir werden alles wieder aufbauen», sagte Antonio Villaraigosa. Eine solche Zerstörung habe er noch nie gesehen, sagte der Bürgermeister. (dpa/AP)

