16. Nov 2008 10:20
Heftige Buschbrände haben Tausende Menschen rund um die Millionenstadt in die Flucht getrieben. Über das Häusermeer der Metropole zogen dichte Rauchschwaden. Die Stromversorgung der ganzen Stadt droht zusammenzubrechen.
Der Brand im San-Fernando-Tal wütete auf einer Fläche von 3.300 Hektar und war bis Samstagabend nur zu 20 Prozent eingedämmt. Die Flammen überrollten eine Siedlung mit Wohncontainern, deren meist ältere Bewohner im Dunkeln die Flucht ergriffen. «Wir haben hier im Mobile Park eine nahezu völlige Zerstörung», sagte Feuerwehrchef Steve Ruda. «Ich kann noch nicht einmal die Straßenschilder lesen, weil sie in der Hitze schmelzen.» Der Santa-Ana-Wind, der in der Region auch «Teufelswind» genannt wird, ist ein heißer,
setzte aber wegen des hügeligen Geländes vor allem auf eine Bekämpfung des Brandes aus der Luft. Knapp 20 Helikopter und Löschflugzeuge sollten tagsüber im Einsatz sein, nachdem der starke Wind, der fast Hurrikanstärke erreicht hatte, ihren Einsatz in der Nacht unmöglich gemacht hatte. Ein Mann wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht, vier Feuerwehrleute wurden leicht verletzt. In dem Gebiet von Sylmar und den angrenzenden Gemeinden im Norden der Stadt leben nach Angaben der Feuerwehr rund 10.000 Menschen. (AP)