14.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Katharina Wagner trauert
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Anwalt des Bayreuther Festspielhauses saß am Steuer seines Wagens, mitten auf der Autobahn, als er einen Herzinfarkt erlitt. Katharina Wagner konnte das Fahrzeug gerade noch stoppen.
Mit Festspielchefin Katharina Wagner auf dem Beifahrersitz ist der Syndikus der Bayreuther Festspiele, Stefan Müller, am Steuer seines Autos an einem Herzinfarkt gestorben. Wagner sei es noch gelungen, den Wagen auf der Autobahn 9 Berlin-Nürnberg unbeschadet zum Stehen zu bringen, sagte Festspielsprecher Peter Emmerich am Freitag. Die 30-Jährige sei nicht verletzt worden.
Wagner habe vergeblich versucht, den Anwalt wiederzubeleben. Danach habe sie Notarzt und Polizei alarmiert. Das Unglück habe sich am Donnerstag kurz nach Mitternacht etwa auf der Höhe von Hof ereignet. Müller und Wagner seien auf dem Weg von Berlin nach Bayreuth gewesen.
Als Wagner-Vertreter im RampenlichtEmmerich sprach von einem «tragischen und unfassbaren Geschehen». Der Bayreuther Rechtsanwalt Müller hatte seit einigen Jahren für die Festspiele gearbeitet. «Er hat viel für unsere Belange getan», sagte Emmerich. Stärker ins Rampenlicht der Öffentlichkeit trat Müller, als er in der Nachfolgediskussion um die Leitung der Festspiele den damaligen Festspielchef Wolfgang Wagner im Stiftungsrat vertrat.
Wolfgang Wagner (89) hatte die Leitung der Festspiele Ende August abgegeben. Am 1. September waren seine Töchter Katharina Wagner (30) und Eva Wagner-Pasquier (63) zu seinen Nachfolgerinnen gewählt worden. (dpa)