Verfahren eröffnet:
Eine bittere Stunde für Olympiasieger Steiner
12.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Angespannt verfolgte Steiner die Aussagen von Zeugen und Sachverständigen. «Es ist ihm wichtig zu wissen, was sich genau ereignet hat bei dem Unfall», sagte sein Anwalt Oliver Oeser. Daher hakte der 26-Jährige bei der Befragung von Zeugen nach. Der «stärkste Mann der Welt» hatte bei den Olympischen Spielen in Peking für Begeisterung und weltweite Rührung gesorgt: Bei der Verleihung seiner Goldmedaille hatte er das Foto seiner toten Frau immer wieder geküsst und in die Kameras gehalten.
Spekuliert wird unter anderem, dass der Fahrer bewusstlos wurde und deshalb die Kontrolle über seinen Jeep verlor. Der Lagerist war damals weder betrunken noch soll er deutlich zu schnell gefahren sein. Nach Angaben des technischen Sachverständigen Andreas Peuser, war die Geschwindigkeit von etwa 90 Stundenkilometer - erlaubt war 70 - nicht Ursache für den Unfall. Die gebürtige Sächsin habe keine Chance gehabt, den Unfall zu vermeiden. Nach Angaben des Rechtsmediziners Rainer Mattern hätte Susann Steiner den Unfall überleben können, wenn die Aufprallgeschwindigkeit geringer gewesen wäre. «Das Verletzungsmuster war nicht so, dass sie überhaupt keine Chance hatte», sagte Mattern. (dpa)

