Unglück auf der A2 bei Hannover: 

netzeitung.deZahlreiche Tote bei Reisebus-Unfall

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Nach dem Unglück musste die Autobahn 2 voll gesperrt werden (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nach dem Unglück musste die Autobahn 2 voll gesperrt werden
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Noch während der Fahrt soll das Fahrzeug in Brand geraten sein. Obwohl der Fahrer am Seitenstreifen hielt, konnten viele Passagiere den Bus nicht mehr verlassen. Es gibt bereits erste Vermutungen zur Ursache des Unglücks.

Beim Brand eines Reisebusses auf der Autobahn 2 bei Hannover sind am Dienstagabend nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen habe es 20 Tote und zwölf Verletzte gegeben, teilte ein Sprecher mit. Der Unfall ereignete sich zwischen Garbsen und Hannover-Herrenhausen.

An dem Unglück sei kein anderes Fahrzeug beteiligt gewesen, sagte die Polizeisprecherin. Auslöser der Katastrophe ist nach Polizeiangaben vermutlich eine Zigarette, die ein Fahrgast heimlich auf der Bustoilette geraucht hat. Ein Polizeisprecher sagte, nach Augenzeugenberichten sei das Feuer in der Toilette entstanden, nachdem ein Passagier dort gewesen sei. Die Person habe vermutlich dort geraucht. Ein technischer Defekt des Unglücks könne «eher ausgeschlossen werden».

Möglicherweise handele es sich bei den Toten um ältere Menschen, die nicht mehr rechtzeitig aus dem Bus gekommen sind, sagte ein Augenzeuge. Es seien einige Rollatoren (Gehhilfen) aus dem Wrack getragen worden.


Das Fahrzeug fing während der Fahrt Feuer, berichtete die Zeitung «Hannoversche Allgemeine» in ihrer Online-Ausgabe. Der Busfahrer habe demnach rechts angehalten. Etwa zehn Menschen sei es nach Informationen der Zeitung gelungen, das Fahrzeug rechtzeitig zu verlassen. Das Unglück ereignete sich auf der Spur in Richtung Berlin bei der Ausfahrt Garbsen. Die Autobahn wurde ab der Ausfahrt Luthe voll gesperrt. Viele Passagiere hätten es nicht mehr geschafft, das in Brand geratene Fahrzeug rechtzeitig zu verlassen, zitierte die Zeitung einen Sprecher der Autobahnpolizei.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) äußerte sich tief erschüttert über das Busunglück bei Hannover. «Es muss jetzt sehr sorgfältig untersucht werden, wie es zu diesem Unglück kommen konnte», sagte der Minister laut einer Mitteilung am Dienstagabend. «Falls erste Berichte zutreffen, nach denen nur wenige Passagiere wegen des Brandes den Flammen entkommen und den Bus verlassen konnten, muss geprüft werden, ob Sicherheitsbestimmungen eingehalten wurden, und ob diese verschärft werden müssen.» (nz/AP/dpa)