«Recht auf Humor»:
Franzosen dürfen Voodoo-Sarko pieksen
29.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Voodoo-Affäre hatte in Frankreich für Aufsehen und Erheiterung gesorgt. Das Unternehmen, das die Puppe vertreibt, hatte Sarkozy Humorlosigkeit vorgeworfen. Die Puppe, die samt Gebrauchsanleitung 12,95 Euro kostet, wurde im Internet ein Verkaufserfolg. Von der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal gibt es ebenfalls eine Voodoo-Puppe - in sozialistisch Rot. Royal hatte sich zunächst ebenfalls aufgeregt, dann aber entschieden, die Angelegenheit mit Humor zu nehmen.
Es ist das erste Mal, dass ein amtierender Präsident vor Gericht unterliegt. Sarkozy ist dafür bekannt, dass er keinen Spaß versteht, wenn es um sein Image geht. Der gelernte Rechtsanwalt hat seit seiner Amtsübernahme vor gut einem Jahr mehrere Gerichtsverfahren angestrengt, weil er seine Privatsphäre verletzt sah. Die Fluggesellschaft Ryanair wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie in einer Werbung auf die damals bevorstehende Hochzeit mit Carla Bruni angespielt hatte. Eine Klage wegen der Veröffentlichung einer angeblichen SMS an seine Ex-Frau Cécilia zog Sarkozy zurück, nachdem der Journalist sich entschuldigt hatte. (dpa)

